Der historische Verladeturm Hafen Gegenwart
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Im Jahr 2005 wurden die historischen Gebäude des Denkmalensembles "Hafen Groß Neuendorf" umfassend saniert und umgebaut.

Der gut ausgebaute Oder-Neiße-Radweg wie auch der Oderbruchbahn-Radweg führen unmittelbar durch den historischen Hafen. Vor Ort können verschiedene Boote und Fahrräder gemietet werden. Im Norden verbindet der Oder-Havel-Kanal, im Süden der Oder-Spree-Kanal die Oder mit dem Zentrum Berlins. Uber die Nebenflüsse Warthe und Netze sind Ziele im Landesinneren Polens zu erreichen.
Der ehemalige Verladeturm wurde zu einer Ferienwohnung in den oberen vier Etagen und dem Turmcafé in den unteren drei Etagen umgebaut.

Die frühere Förderbrücke wurde zu einer öffentlichen Aussichtsplattform – neben einzigartigen Panoramablicken über die Auenlandschaft des Oderstroms bietet sie die längste Bank und die längsten Schaukeln im Oderbruch. Das ehemalige Maschinenhaus beherbergt heute ein Hotel und Restaurant. In den früheren Getreidespeichern befinden sich die Oderlandhalle mit Markttagen und anderen Veranstaltungen, das Landwirtschaftsmuseum des Bulldogvereins Zechin, eine Kunstgalerie, ein Fahrrad- und Kanuverleih sowie eine Skateranlage.
Durch die touristische Umnutzung des Denkmalensembles Hafen Groß Neuendorf wurde die ehemals landwirtschaftlich-industriell genutzte Anlage nicht nur vor dem Abriss bewahrt, sondern ihr darüber hinaus neue Impulse für ein erfolgreiches Fortbestehen als lebendiges Kulturdenkmal verliehen.

Mit der Sanierung und Umnutzung konnten neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Damit leisten die Hafenanlagen als historisches Kulturgut wieder einen besonderen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region zwischen Frankfurt Oder im Süden und der Stadt Schwedt im Norden.
Zum EU-Betritt Polens wurde von Jens Plate Architekten und weiteren ehrenamtlichen Unterstützern eine Installation mit dem Titel "Dialog der Ufer" beigesteuert.

Dabei wurde eine versetzte Anordnung aus Licht- und Tonquellen als rund 400 m langer und 200 m breiter Reißverschluss des deutschen und polnischen Ufers inszeniert. In dieser flächigen Anordnung spielten zwei Hochpunkte aus dem ehemaligen Verladeturm und einer Leinwand am gegenüber liegenden Ufer eine Partitur aus Lichtern und Tönen ein, die von einem Licht- und einem Tonmeister live aufgeführt wurde.